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Aktuelles aus der Region / von den Akteur*innen

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Mail von WeMove-EU an uns, eingestellt hier 6. März 2019

Die Abzocke geht weiter

Hallo (…),

eben erfahren wir, dass Europas Finanzminister/innen schon Montag darüber entscheiden, ob mehr als acht Milliarden Euro zu viel gezahlte Zinsen an Griechenland erstattet werden – oder nicht. Der Betrag würde für sechs Monate Gesundheitsversorgung reichen! Längst hätte das Geld zurückgezahlt werden müssen. Doch die Minister/innen bremsen. Schließlich streichen ihre Staaten schon seit Jahren die Zinsen auf griechische Staatsanleihen ein. So zahlt Griechenlands Bevölkerung in der Krise auch in deutsche Staatshaushalte ein. Nach massiven Protesten von Bürgerinnen und Bürgern aus ganz Europa, erklärten die Minister/innen, sie würden die Hälfte des Geldes zurückzahlen – doch was ist mit dem Rest der riesigen Summe? (…)

Wenn in einem so kleinen Land wie Griechenland acht Milliarden Euro fehlen, dann ist das eine Katastrophe. Die Bevölkerung leidet dort seit Jahren erst unter der Finanzkrise dann unter einer rigorosen Sparpolitik. Gehälter sinken laufend, auch die Renten wurden mehrfach gekürzt und viele Krankenhäuser bieten nur noch eine Grundversorgung an. Da sind acht Milliarden Euro eine Frage von Leben oder Sterben. Die Griechen werden aber von einigen Ländern, wie z.B. Deutschland erpresst: Vor einigen Tagen wurde den Griechen gedroht, dass die Milliarden für sie unzugänglich werden, wenn Griechenland nicht zur eigentlich unzumutbaren Austeritätspolitik zurückkehrt. Trotz ihres Austritts aus dem Troika-Programm steht Griechenland immer noch unter Druck – und unsere Finanzministerien nutzen diese Schulden als Verhandlungsgrundlage. Am Montag müssen die Minister/innen Farbe bekennen. Sich an der Not der Griechinnen und Griechen bereichern oder ihnen unter die Arme greifen. (…)

Die Europäische Zentralbank (EZB) kaufte ab 2010 griechische Staatsanleihen und wurde damit zum wichtigsten Gläubiger Griechenlands. Damals erhielt Griechenland auch das erste EU-Rettungspaket. Als Bedingung verlangte die EZB, die Zinsen für griechische Schulden künstlich hoch zu halten – so dass die Inhaber der Staatsanleihen sehr gut daran verdienen. Zunächst war das auch ein Vorteil für Griechenland, denn die EZB zahlte dem Land diese Zinsen vollständig zurück. Doch das änderte sich 2015. Damals stimmte die griechische Bevölkerung gegen weitere Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, weil ihre Lage bereits dramatisch war. Als Strafe stoppten die Länder der Eurozone die Rückzahlung der Anleihezinsen an Griechenland – und steckten das Geld einfach in den eigenen Haushalt. Die überteuerten Zinsen werden von einer armen Bevölkerung gezahlt und landen in den oft schon vollen Töpfen der reicheren Länder.

Das ist genau die Art von Ungerechtigkeit, gegen die wir uns wenden und wo unsere Bewegung der Bürger und Bürgerinnen den entscheidenden Unterschied machen kann.

Voller Solidarität,

Jörg Rohwedder (Lübeck) Virginia López Calvo (Madrid) Marta Tycner (Warschau) Alexandre Naulot (Marseille) Giulio Carini (Rom) – für das gesamte WeMove.EU-Team

PS: Hier geht es nicht um Geld allein – es geht darum, was für Menschen wir sein wollen. Viele von uns wollen nicht an Griechenlands Not verdienen. Finanzminister, die weiter fordern sprechen nicht in unserem Namen. Europa steht aber für Solidarität, nicht für Gier und Eigennutz!


(Eingestellt Anfang März)

Jahrestreffen der “Association of Volunteer Firefighters and Environmental Protection, Asterousia (AVF)”

Große Kulisse am 18. Februar dieses Jahres in der Taverna Mythos in Diskos. Der Verein hatte zu seiner Jahreshauptversammlung geladen. Und diese begann zunächst mit einem opulenten Mahl (diversen Vorspeisen und Ziege mit Kartoffeln aus dem Ofen).

Erstes inhaltliches Thema war dann der Finanzbericht des Jahres 2018, der von den Vereinsmitgliedern ohne Gegenstimmen angenommen wurde. Als nächstes stellte Vorstandsmitglied Andreas Zaharioudakis ausführlich unseren eigenen Verein MAZI vor. Menschen zusammenbringen, um verschiedene Projekte /Initiativen zugunsten des Gemeinwohls in der südkretischen Gegend zu organisieren und zu unterstützen, so seine Zusammenfassung zu MAZI. Konkret wurde auch auf die Aktionswoche hingewiesen, die Ende Mai in Kooperation mit den kretischen Organisationen stattfinden wird. Über diese Aktivitäten zur Sanierung des nahegelegenen Bergdorfes Miamou mehr auf dieser Website unter MARKTPLATZ/AKTIVITÄTEN. Auf eben diese Website und auch das dortige Forum wurde von Andreas ebenfalls ausdrücklich verwiesen.

Die Vereinsversammlung der „Volunteer Firefighters“ stimmte zu, MAZI in seinen Aktivitäten zu unterstützen. Dies auch im Hinblick auf eine weitere Aktionswoche Ende Oktober, bei der es um das Thema Wassermangel gehen wird. Hier sollen beispielhafte Möglichkeiten zum Wassersparen und zum Regenwasser-Sammeln praktisch umgesetzt werden. Dies in Zusammenarbeit der lokalen Vereine, mit Organisationen wie DYMOS Gortyna und Festos und auch mit der Universität Kreta.

Soweit zu MAZI auf der Jahreshauptversammlung. Die Association of Volunteer Firefighters wird 2019 wieder an einer Säuberungs- und Aufräumaktion teilnehmen, die „Let’s Do it Greece“ initiiert hat. Stichtag dafür ist der 7. April, in mehreren Gruppen wird dann an Stränden, Straßenrändern und Flussbetten Müll eingesammelt werden. Die Versammlung beschloss ebenfalls, Baume zu pflanzen entlang der neuen (fast fertigen!) Straße zwischen Gerokampos und der Messara. Der Verein wird zudem Schilder entwerfen, drucken und aufhängen, um Strandbesucher (insbesondere Camper) zu bitten, ihren Müll und ihre Sachen mitzunehmen und nicht dort über den Winter am Strand zu lassen, da die Stürme alles ins Meer treiben. Die Vereinskasse soll zudem über Spendenbüchsen wie auch mit einer Car Wash-Aktion zusätzlich aufgefüllt werden.

Abschließend wurden die neuen Vorstandsmitglieder gewählt. Verabschiedet wurden zwei der Gründungs-Vorstandsmitglieder: Manolis Tsapakis und Uwe Kraft haben beide nach 10 Jahren Engagement ihre Ämter zur Verfügung gestellt – bleiben aber aktive Mitglieder.

Die Vorstandsmitglieder bis 2021 sind: Andreas Zaharioudakis, Giorgos Sifakis, Spiros Somarakis, Nikos Stamatakis (new officer), Odyseas Tsapakis (new officer).  Es wurde besonders begrüßt, dass damit zwei „jüngere“ Menschen in den Vorstand gekommen sind.

(Beitrag: Gina Kraft)


(Eingestellt Anfang Februar)

Aktionswoche im Bergdorf Miamou

Hallo zusammen. Vom 25. Mai 2019 bis zum 4. Juni wird es eine längere Aktionswoche im Bergdorf Miamou oberhalb von Lentas geben. Drei Landruinen sollen gereinigt werden, damit dort später mit dem Wiederaufbau begonnen werden kann. Die Freiwilligen werden dafür vormittags fünf Stunden tätig sein und dann eine gemeinsame Mahlzeit einnehmen. An weiteren Tagen sind Infoveranstaltungen bzw. am Samstagabend eine große Party in Lentas vorgesehen. Mehr Infos auf dieser Website unter MARKTPLATZ/AKTIVITÄTEN …